Mit einer Ablebensversicherung bzw. Risikolebensversicherung versicherst Du Dein Ableben mit einer vorab festgelegten Summe. Stirbst Du als versicherte Person während der gewählten Vertragslaufzeit, erhält die von Dir festgelegte bezugsberechtigte Person (oder mehrere Personen) die im Vertrag vereinbarte Summe.
Bevor Du aber eine Risikolebensversicherung abschließen kannst, musst Du einige verpflichtende Angaben machen. Dazu musst Du für gewöhnlich die sogenannten Risikofragen beantworten. Ein Teil davon sind die Gesundheitsfragen. Anhand dieser wird festgestellt, ob bei Dir chronische Erkrankungen oder bestimmte Vorerkrankungen vorliegen, die statistisch gesehen ein erhöhtes Sterberisiko mit sich bringen. Sollte das der Fall sein, werden ggf. höhere Beiträge fällig – oder Du erhältst keine Versicherung.
Ein zweiter wichtiger Teil der vorvertraglichen Anzeigepflicht umfasst Beruf und Hobbies. Hier wird festgestellt, ob Du einen „gefährlichen“ Beruf oder „gefährliche“ Hobbies ausübst, die statistisch gesehen ein erhöhtes Sterberisiko mit sich bringen. Auch wegen dieser Risiken könnten Beitragszuschläge auf Dich zukommen.
Inhaltsverzeichnis
Ist eine Risikolebensversicherung bei gefährlichem Beruf überhaupt möglich?
Diese Berufe können zu einem Zuschlag führen
Wie hoch fällt ein Zuschlag für gefährliche Berufe aus?
Diese Hobbies führen (höchstwahrscheinlich) zu einem Zuschlag
Warum Beruf und Hobbies vor Abschluss einer Versicherung angegeben werden müssen
Ablebensversicherung ist trotz gefährlichem Beruf möglich!
Ist eine Risikolebensversicherung bei gefährlichem Beruf überhaupt möglich?
Es kommt immer auf den Beruf an. Manche Berufe sind nicht versicherbar, da das Risiko hier zu hoch ist. Informiere Dich hierzu am besten direkt bei Deinem Versicherungsberater. Die meisten Versicherer setzen für Personen, die einen gefährlichen Beruf oder ein gefährliches Hobby ausüben, in jedem Fall höhere Prämien an.
Die Versicherungsgesellschaft preist das erhöhte Risiko in die zu zahlenden Beiträge mit ein. Welche Berufe und Hobbies (höchstwahrscheinlich) zu einem Risikozuschlag führen, erfährst Du im Folgenden.
Diese Berufe können zu einem Zuschlag führen
Für gewisse Berufe gilt bei fast allen Versicherern ein erhöhtes Todesfallrisiko. Dies sind insbesondere Berufe, bei denen man sich besonderen Gefahren, wie bspw. großen Höhen, aussetzt.
Viele Versicherer verlangen z.B. dann höhere Beiträge, wenn man folgende Berufe ausübt:
- Soldat
- Feuerwehrmann
- Fensterputzer
- Pilot
- Polizist
- Hochseefischer
- Gerüstbauer
- Zirkusartist
- Dachdecker
- Holzfäller
Wie hoch fällt ein Zuschlag für gefährliche Berufe aus?
Um diese Fragen zu beantworten, zeigen wir Dir anhand von Rechenbeispielen, wie sich solche Berufe auf die Höhe der monatlichen Beiträge bei Deiner Ablebensversicherung auswirken können.
Hinweis: Bei diesen Rechenbeispielen gelten folgende Faktoren für die “Persona” als gesetzt: Die versicherte Person ist Frau oder Mann, 30 Jahre alt (geboren 1991), hat über 10 Jahre nicht mehr geraucht, ohne Krankheiten mit erhöhtem Sterberisiko, Größe und Gewicht liegen im (nationalen) Durchschnitt.
Versicherungssumme = 200.000 Euro. Vertragslaufzeit = 20 Jahre.
| Beruf | Monatliche Kosten |
|---|---|
| Büroangestellte(r) (=kein Zuschlag) | 7,73 Euro |
| Pilot* (mit Risikozuschlag) | 9,40 Euro |
| Polizist** (mit Risikozuschlag) | 9,40 Euro |
| Feuerwehrmann*** (mit Risikozuschlag) | 10,81 Euro |
| Dachdecker (mit Risikozuschlag) | 10,81 Euro |
*(dt. Linien-/Charterflug) ** Kriminalpolizist (ohne bes. Gefährdung) *** ohne bes. Gefährdung)
Hast Du dazu Fragen? Wünsche? Anregungen? Dann steht dir das Livv.at-Serviceteam persönlich zur Seite.
Diese Hobbies führen (höchstwahrscheinlich) zu einem Zuschlag
Bei Freizeitaktivitäten verhält es sich wie bei den Berufen: Gewisse Hobbies sind statistisch gesehen mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden und daher für Versicherer mit höheren Prämien zu versichern. Zu den riskanten Hobbies (inklusive Zuschlag) zählen bei vielen Versicherern:
- Autorennsport
- Flugsport (z. B. Paragliding, Fallschirmspringen, Segelfliegen)
- Motorsport
- Höhlentauchen
- Freeriding
- Eistauchen
- Soloklettern
- Alpines Klettern ab Schwierigkeitsgrad 7
- Apnoetauchen
- Tauchsport mit Tauchtiefen von mehr als 40 Meter
- Bergsteigen/Skitouren über 4.000 Meter Höhe
- Downhill mit Teilnahme an Wettbewerben
- Rebreather
- Snowkiten
- Und bei sehr vielen Versicherern: Motorradfahren!

Warum Beruf und Hobbies vor Abschluss einer Versicherung angegeben werden müssen
Versicherer müssen sich ein Bild davon machen, wie hoch das Risiko eines Versicherten ist, vorzeitig zu versterben. Deshalb müssen vor Abschluss einer Ablebensversicherung alle dafür relevanten Aspekte – Beruf, Hobbies, aber auch Krankheiten – angegeben werden. So kann der Versicherer das individuelle Todesfallrisiko der entsprechenden Person realistisch einschätzen und faire, dem Risiko angepasste Prämien festlegen.
In der Regel fallen Prämien für Personen mit erhöhtem Sterberisiko somit höher aus.
Ablebensversicherung ist trotz gefährlichem Beruf möglich!
Auch wenn Du einen „gefährlichen“ Beruf ausübst, kannst Du eine Ablebensversicherung abschließen. Bei den allermeisten Versicherern werden zwar für gewisse Berufe höhere Beiträge erhoben werden, um Dein erhöhtes Sterberisiko abdecken zu können. Die Versicherung bleibt Dir aber in den meisten Fällen nicht verwehrt. So kannst Du auch als Pilot oder Dachdecker Deine Liebsten mit einer Risikolebensversicherung schützen.
Ob gefährlicher Beruf oder nicht – wir finden eine Lösung.
Hast Du dazu Fragen? Wünsche? Anregungen? Dann steht dir das Livv.at-Serviceteam persönlich zur Seite.
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