Du möchtest eine Ablebensversicherung abschließen und fragst Dich, was bei den Gesundheitsfragen auf Dich zukommt? Die meisten Fragen sind unkomplizierter, als Du vielleicht denkst. Dieser Ratgeber erklärt, welche Gesundheitsfragen gestellt werden, warum sie wichtig sind und worauf Du bei der Beantwortung achten solltest.

Alles Wichtige in Kürze:

  • Gibt es eine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung? Nein – bei jeder Risikolebensversicherung sind Gesundheitsfragen Pflicht.
  • Welche Gesundheitsfragen werden gestellt? Abgefragt werden Erkrankungen, Operationen, Medikamente, Beruf, Hobbys und Lebensstil.
  • Was passiert bei falschen Angaben? Falsche Angaben können im Todesfall zur Leistungskürzung oder rückwirkenden Vertragsanfechtung führen.
  • Kann ich trotz Vorerkrankungen eine Ablebensversicherung abschließen? Ja – häufig ist ein Abschluss mit Risikozuschlag möglich.

Was sind Gesundheitsfragen in der Risikolebensversicherung?

Mit den Gesundheitsfragen ermitteln Versicherer Vorerkrankungen, Lebensstil und Risikohobbys. Das Ziel ist es, das individuelle Todesfallrisiko einzuschätzen und die Beitragshöhe fair zu berechnen.

  • Gesundheitsfragen betreffen körperliche oder seelische Krankheiten – z.B. Diabetes, Depressionen oder Asthma, mit oder ohne erhöhtem Sterberisiko.
  • Risikofaktoren betreffen den allgemeinen Lebensstil: Übergewicht, Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum.
  • Tarifierungsmerkmale sind gefährliche Berufe und Hobbys – sie gelten per Definition nicht als klassische Risikofaktoren, beeinflussen aber die Prämie genauso.

Wofür sind Gesundheitsfragen relevant?

Die Höhe Deiner Prämie hängt von mehreren Faktoren ab: Gesundheitszustand, Alter, Lebensgewohnheiten, Laufzeit und Versicherungssumme. Je besser Dein Gesundheitsprofil, desto günstiger fallen die Kosten der Ablebensversicherung aus.

Warum Versicherer bei der Risikolebensversicherung eine Gesundheitsprüfung machen

Die Gesundheitsprüfung ist die Grundlage dafür, dass Du nur das zahlst, was Deinem individuellen Risiko entspricht. Ohne sie gäbe es nur einen teuren Einheitstarif für alle.

Wie hoch Deine persönliche Prämie ausfällt, hängt von Deinem Gesundheitszustand, Alter, Laufzeit und der gewählten Versicherungssumme ab. Berechne Deinen individuellen Beitrag jetzt in wenigen Minuten:

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Üblicherweise wird empfohlen, das Drei- bis Fünffache Deines Jahresbruttoeinkommens abzusichern.

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Welche Gesundheitsfragen bei einer Ablebensversicherung gestellt werden

Die konkreten Fragen variieren je nach Versicherer, folgen aber typischen Kategorien. Sie beziehen sich in der Regel auf die letzten fünf bis zehn Jahre.

Fragen zu körperlichen Erkrankungen und Behandlungen

  • Aktuelle Erkrankungen: Bestehen derzeit Erkrankungen oder Beschwerden?
  • Operationen und Krankenhausaufenthalte: Gab es in den letzten zehn Jahren stationäre Aufenthalte oder Operationen?
  • Medikamenteneinnahme: Werden regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente eingenommen?
  • Chronische Erkrankungen: Liegen Dauererkrankungen vor?

Gut zu wissen

Kleinigkeiten wie zahnärztliche Behandlungen, ausgeheilte Magen-Darm-Infekte oder Sportverletzungen ohne Folgeschäden sind bei den meisten Anbietern nicht relevant und werden gar nicht abgefragt.

Gesundheitsfragen zum ausgeübten Beruf

Auch der ausgeübte Beruf ist bei einer Ablebensversicherung relevant. Als gefährlich gelten in der Regel körperlich anstrengende Tätigkeiten mit erhöhtem Unfall- oder Verletzungsrisiko sowie Berufe mit häufiger Reisetätigkeit oder dem Umgang mit gefährlichen Maschinen.

Als riskante Berufe (mit möglichem Risikozuschlag) gelten häufig: 

Soldat, Feuerwehrmann, Hochseefischer, Pilot, Bergretter, Höhlenforscher, Polizist, Gerüstbauer, Holzfäller, Zirkusartist, Kraftfahrer, Auslandspressefotograf.

Gesundheitsfragen zu gefährlichen Hobbys

Sowohl bei Berufen als auch bei Freizeitaktivitäten gilt: Nicht alle Versicherer bewerten Freizeitaktivitäten gleich – mal ist ein Risikozuschlag fällig, mal nicht.

Zu den Hobbys, die häufig zu einem Zuschlag führen, zählen:

Autorennsport, Motorsport, alpines Klettern ab Schwierigkeitsgrad 7, Soloklettern, Bergsteigen/Skitouren über 4.000 Meter, Downhill mit Wettkampfteilnahme, Snowkiting, Freeriding, Flugsport (Paragliding, Fallschirmspringen, Segelfliegen), Tauchsport ab 40 Meter Tiefe, Eistauchen, Apnoetauchen, Höhlentauchen.

Tabak, Alkohol und Drogen

Bei einer Ablebensversicherung zahlen Raucher immer einen Risikozuschlag. E-Zigaretten und Wasserpfeifen zählen dabei genauso wie klassische Zigaretten. Eine Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit führt in den meisten Fällen zur Ablehnung durch den Versicherer.

Psychische Erkrankungen – der unterschätzte Faktor

Psychische Erkrankungen werden von Antragstellern am häufigsten falsch eingeschätzt. Die Faustformel: Eine Therapie ist per se kein Grund für einen Zuschlag oder eine Ablehnung – entscheidend sind Diagnose und Schwere.

  • Leichte Depression oder Angststörung: individuell bewertet, oft mit Abschluss möglich.
  • Schwere Depression mit Suizidgedanken oder Suizidversuch in der Vorgeschichte: führt in der Regel zur Ablehnung.

Was passiert bei falschen Angaben?

Wer bei der Ablebensversicherung falsche Angaben macht, muss mit einer Kürzung der Leistung rechnen. Die Konsequenzen hängen davon ab, ob Du fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hast:

Versehentliche Falschangaben Bewusstes Verschweigen/Falschangaben
Der Versicherer kann den Vertrag anpassen oder im schlimmsten Fall kündigen. Im Todesfall droht eine Kürzung der Leistung. Der Versicherer kann den Vertrag rückwirkend anfechten – ohne Leistung, ohne Rückerstattung der gezahlten Prämien.
Versehentliche Falschangaben Bewusstes Verschweigen/Falschangaben
Der Versicherer kann den Vertrag anpassen
oder im schlimmsten Fall kündigen.
Im Todesfall droht eine Kürzung der Leistung.
Der Versicherer kann den Vertrag
rückwirkend anfechten – ohne Leistung,
ohne Rückerstattung der gezahlten Prämien.

Die beste Vorbereitung: Leg Dir vor der Antragstellung Deine Gesundheitsunterlagen zurecht – Arztbriefe, Medikamentenlisten und Diagnosen. Das kostet 15 Minuten und kann später viel Ärger verhindern.

Gut zu wissen

Ein Risikozuschlag bedeutet, dass Deine monatliche Prämie höher ausfällt – im Gegenzug bist Du aber vollständig versichert. Ein Leistungsausschluss hingegen schließt bestimmte Todesursachen befristet oder dauerhaft aus dem Versicherungsschutz aus.

Ablebensversicherung trotz Vorerkrankungen

Eine Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch, dass Du keine Ablebensversicherung abschließen kannst. Versicherer bewerten jede Situation individuell. Je nach Art und Schwere der Erkrankung gibt es vier mögliche Szenarien:

  1. Normaler Abschluss: Bei leichten oder lange zurückliegenden Erkrankungen ohne erhöhtes Sterberisiko.
  2. Risikozuschlag: Du zahlst eine höhere Prämie, bist aber vollständig versichert.
  3. Leistungsausschluss: Bestimmte Todesursachen werden vom Versicherungsschutz ausgenommen – befristet oder dauerhaft.
  4. Ablehnung: Bei schweren Erkrankungen kann die Annahme verweigert werden.

Ablebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung: Ist das möglich?

Eine Ablebensversicherung komplett ohne Gesundheitsfragen gibt es nicht. Was es aber gibt: vereinfachte Gesundheitsfragen. Livv.at stellt beispielsweise nur wenige Fragen und verzichtet dabei komplett auf Arztberichte. Das macht den Abschluss deutlich schneller.

Risikolebensversicherung bei Livv.at: wenige Gesundheitsfragen, schnell abgeschlossen

Eine Risikoprüfung mittels Gesundheitsfragen ist Standard bei jeder Ablebensversicherung in Österreich. Bei Livv.at kannst Du das ganz einfach online erledigen. Wir benötigen diese Angaben, um Deinen individuellen Versicherungsbeitrag fair und transparent berechnen zu können – doch unsere Gesundheitsfragen fallen prinzipiell knapp und einfach aus und lassen sich in wenigen Minuten beantworten.

Hast Du dazu Fragen? Wünsche? Anregungen? Dann steht dir das Livv.at-Serviceteam persönlich zur Seite.

Titelbild: © jannoon028 – stock.adobe.com

FAQs: Häufige Fragen und Antworten

Ein Arztbesuch ist nicht automatisch nötig. Erst ab höheren Versicherungssummen oder bei auffälligen Gesundheitsangaben kann der Versicherer ein ärztliches Attest anfordern.

Nachträgliche Korrekturen an den Gesundheitsangaben sind grundsätzlich schwierig. Wichtig: Wesentliche Änderungen – etwa eine neue Erkrankung oder ein riskantes Hobby – müssen gemeldet werden. Falsche oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass der Versicherer vom Vertrag zurücktritt.

Raucher zahlen in der Regel deutlich höhere Prämien – oft doppelt so viel wie Nichtraucher. Der Grund: Tabakkonsum erhöht das Sterberisiko signifikant.

Abgefragt werden typischerweise aktuelle Erkrankungen, Operationen, chronische Erkrankungen, Medikamenteneinnahme und psychische Erkrankungen der letzten fünf Jahre sowie Krankenhausaufenthalte der letzten zehn Jahre. Dazu kommen Fragen zu Lebensstil (Rauchen, Alkohol), Beruf und Hobbys.

Bei jeder Ablebensversicherung. Auch Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen verlangen in der Regel eine Gesundheitsprüfung. Nur bei Sterbegeldversicherungen sind die Fragen stark vereinfacht oder entfallen ganz – allerdings bei deutlich niedrigeren Versicherungssummen.

Eine Ablehnung erfolgt bei schweren Erkrankungen mit stark erhöhtem Sterberisiko: aktive Krebserkrankungen, schwere Herzerkrankungen, chronisches Nierenversagen oder schwere Depressionen mit Suizidalität. Auch aktive Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen) führen in der Regel zur Ablehnung.

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Denk an die Dauer der Ausbildung Deiner Kinder, an die Laufzeit von Krediten oder Ähnliches.

Jahre

Üblicherweise wird empfohlen, das Drei- bis Fünffache Deines Jahresbruttoeinkommens abzusichern.

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