Risikolebensversicherung und Kapitallebensversicherung tragen beide das Wort „Lebensversicherung” im Namen und meinen doch zwei sehr unterschiedliche Dinge. Die eine schützt allein im Todesfall und kostet wenig, die andere koppelt diesen Schutz mit einem Sparprozess.

Wer das verwechselt, zahlt schnell für Leistungen, die er gar nicht braucht. Dieser Ratgeber erklärt Dir den Unterschied zwischen Risikolebensversicherung und Kapitallebensversicherung, damit Du die passende Absicherung für Deine Situation findest.

Alles Wichtige in Kürze:

  • Die Risikolebensversicherung – in Österreich Ablebensversicherung – sichert allein den Todesfall ab.
  • Die Kapitallebensversicherung verbindet Todesfallschutz mit Kapitalaufbau und kostet deutlich mehr.
  • Der gesetzliche Höchst-Garantiezins für neue klassische Lebensversicherungen liegt in Österreich seit Juli 2022 bei 0 %. Einen Ertrag gibt es nur noch über die Überschussbeteiligung, die nicht garantiert ist.
  • Welche Variante passt, hängt von Deinem Ziel ab: günstig absichern oder absichern und sparen.

Was ist eine Risikolebensversicherung?

Eine Ablebensversicherung ist reiner Todesfallschutz: Sie zahlt die vereinbarte Versicherungssumme nur dann, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. In Österreich heißt sie meist Ablebensversicherung, in Deutschland Risikolebensversicherung – gemeint ist dasselbe Produkt. Weil kein Sparteil enthalten ist, bleiben die Prämien niedrig. Bei Livv.at startest Du bereits ab 3 € im Monat für 100.000 € Versicherungssumme.

Besonders sinnvoll ist dieser Schutz für klar umrissene Ziele:

  • Familie absichern: damit Partnerin, Partner und Kinder im Ernstfall finanziell aufgefangen sind.
  • Kredit oder Immobilie absichern: damit ein Wohnkredit nicht zur Last für die Hinterbliebenen wird.
  • Partner oder Geschäftspartner schützen: bei gemeinsamer Verantwortung.

Gut zu wissen

Wie hoch bei einer Ablebensversicherung die Kosten ausfallen, hängt unter anderem von den Gesundheitsfragen bei Vertragsabschluss ab.

Was ist eine Kapitallebensversicherung?

Die Kapitallebensversicherung verbindet zwei Funktionen: Sie zahlt im Todesfall an die Hinterbliebenen und im Erlebensfall am Ende der Laufzeit an Dich selbst. Im Erlebensfall erhältst Du das angesparte Kapital plus eine Überschussbeteiligung, oft wahlweise als einmalige Summe oder als Pension. Weil ein Teil Deiner Prämie in den Sparprozess fließt, ist sie spürbar teurer als der reine Risikoschutz.

Drei Begriffe helfen beim Verständnis:

  • Erlebensfall: Du erlebst das Vertragsende und bekommst das angesparte Kapital ausbezahlt.
  • Garantiezins: der gesetzlich festgelegte Mindestzins auf den Sparteil.
  • Überschussbeteiligung: Dein Anteil an den Gewinnen des Versicherers.

Genau beim Garantiezins hat sich viel verändert. Er ist über die Jahre stark gesunken – nach Angaben der Finanzmarktaufsicht liegt der Höchstzinssatz für neue Verträge inzwischen bei 0 %.

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Denk an die Dauer der Ausbildung Deiner Kinder, an die Laufzeit von Krediten oder Ähnliches.

Jahre

Üblicherweise wird empfohlen, das Drei- bis Fünffache Deines Jahresbruttoeinkommens abzusichern.

ab

pro Monat

Und was ist nun der Unterschied zwischen Risikolebensversicherung und Kapitallebensversicherung?

Kein reines Sparkonto und kein bloßer Notgroschen: der Unterschied zwischen Risikolebensversicherung und Kapitellebensversicherung liegt darin, wann gezahlt wird.

Art der Polizze Auszahlung bei Tod während der Laufzeit Auszahlung bei Erleben des Vertragsendes
Ablebens- bzw. Risikolebensversicherung Ja Nein
Kapital- bzw. kapitalbildende Lebensversicherung Ja Ja

Daraus folgt der Rest: Die Risikolebensversicherung ist vielfach günstiger, weil sie nur ein Risiko absichert. Die Kapitallebensversicherung kostet mehr, weil Sparteil und Verwaltung mitfinanziert werden. Die eine eignet sich für reine Hinterbliebenen- oder Kreditabsicherung, die andere für alle, die Schutz und langfristiges Sparen bewusst koppeln wollen.

Was kostet welche Variante?

Um die Unterschiede greifbar zu machen, lohnt der Blick auf konkrete Prämien. Die Kosten hängen bei beiden Varianten von denselben Faktoren ab: von Alter, Gesundheit, Versicherungssumme, Laufzeit und Lebensstil. Der Preisunterschied zwischen reinem Schutz und Schutz mit Sparteil bleibt dabei in jeder Konstellation deutlich.

Kosten einer Risikolebensversicherung

Die folgenden Beispiele gelten für eine 30-jährige, gesunde Person mit Bürotätigkeit und 25 Jahren Laufzeit:

Versicherungssumme Prämie ab
100.000 € 5,81 € im Monat
200.000 € 10,32 € im Monat
300.000 € 14,82 € im Monat
400.000 € 19,31 € im Monat

Den größten Hebel hat das Alter: Dieselbe Absicherung kostet mit 60 Jahren ein Vielfaches eines 30-Jährigen. Ob Du Raucher bist, wirkt sich ebenfalls deutlich aus. Die genauen Kosten einer Ablebensversicherung berechnest Du am besten direkt bei Livv.at.

Kosten einer Kapitallebensversicherung

Hier liegen die Prämien deutlich höher – meist ein Mehrfaches des reinen Risikoschutzes, weil Sparteil sowie Abschluss- und Verwaltungskosten enthalten sind. Die Rendite solltest Du nüchtern einordnen: Der klassische Garantiezins liegt bei 0 %, ein Ertrag entsteht nur über die Überschussbeteiligung. Fondsgebundene Varianten bieten höhere Chancen, dafür mit mehr Risiko.

Steuer und Auszahlung in Österreich

Bei der Besteuerung gibt es klare österreichische Regeln, die den Unterschied zusätzlich schärfen:

  • Versicherungssteuer: 4 % auf die Prämie bei reinen Ablebens- bzw. Risikolebensversicherungen ohne Sparteil; 11 % bei bestimmten kapitalbildenden Versicherungen mit kurzer Laufzeit und Einmalerlag.
  • Auszahlung meist steuerfrei: Erträge aus privaten Lebensversicherungen sind in der Regel steuerfrei, sofern eine Mindestlaufzeit (üblicherweise zehn Jahre) eingehalten wird. Für kurzlaufende Kapitalversicherungen gegen Einmalerlag gelten Ausnahmen.
  • Prämien nicht absetzbar: seit der Steuerreform 2016 sind die Prämien privat nicht mehr als Sonderausgaben absetzbar.
  • Keine Erbschaftssteuer: In Österreich fällt keine Erbschafts- oder Schenkungssteuer an, was die Nachlassplanung erleichtert.

Welche Versicherung passt zu welcher Lebenssituation?

Die passende Wahl ergibt sich aus Deinem Ziel. Eine Risikolebensversicherung ist ein solides Instrument, wenn Du gezielt absichern willst:

Familie mit Kindern

Günstig absichern, konstante Versicherungs­summe.

Kredit oder Immobilie

Mit fallender Summe, die zur sinkenden Restschuld passt.

(Geschäfts-)­Partner

Bei gemeinsamer finanzieller Verantwortung.

Eine Kapitallebensversicherung kann sinnvoll sein, wenn Du Schutz und langfristiges Sparen bewusst koppeln möchtest. Angesichts des Garantiezinses von 0 % solltest Du Kosten und Überschussbeteiligung aber genau prüfen. Häufig ist die Kombination aus günstiger Risikolebensversicherung und separater Geldanlage flexibler. Als Orientierung für die Versicherungssumme gilt das Drei- bis Fünffache Deines Jahresbruttoeinkommens.

So findest Du die passende Absicherung

Wer günstig und gezielt absichern will, fährt mit der Risikolebensversicherung meist einfacher. Sie löst genau eine Aufgabe, und das zuverlässig. Die Kapitallebensversicherung bleibt eine Option für alle, die Schutz und Sparen in einem Vertrag wünschen, will aber bewusst gewählt sein.

Genau hier setzen wir an: Livv.at bietet Österreichs erste Ablebensversicherung, die Du komplett online abschließen kannst – in fünf Minuten, ohne Arztbericht. Die Prämien bleiben dauerhaft günstig ab 3 € im Monat, die Bedingungen sind klar und verständlich. Jetzt Beitrag berechnen und in wenigen Minuten sehen, was Dein Schutz kostet.

Hast Du dazu Fragen? Wünsche? Anregungen? Dann steht dir das Livv.at-Serviceteam persönlich zur Seite.

Titelbild: © Delphotostock – stock.adobe.com

FAQs: Häufige Fragen und Antworten

Bei der klassischen Variante legt der Versicherer Deinen Sparteil sicherheitsorientiert an, gebunden an den niedrigen Garantiezins. Bei der fondsgebundenen Variante fließt Dein Geld in Investmentfonds: Die Renditechancen sind höher, dafür trägst Du das Anlagerisiko, und eine Garantie auf das eingezahlte Kapital gibt es meist nicht. Welche besser passt, hängt von Deiner Risikobereitschaft ab.

Kündigen ist möglich, doch gerade in den ersten Jahren bekommst Du meist nur den Rückkaufswert, der unter den eingezahlten Prämien liegt. Alternativen sind die Prämienfreistellung oder eine Teilkündigung, bei der der Vertrag mit reduzierter Summe weiterläuft. Prüfe die Optionen in Ruhe, statt voreilig zu kündigen. Worauf es beim Kündigen einer Ablebensversicherung ankommt, liest Du im eigenen Ratgeber.

Mit der Nachversicherungsgarantie bei der Ablebensversicherung kannst Du die Versicherungssumme bei bestimmten Lebensereignissen wie Heirat, Geburt oder Hauskauf erhöhen, ohne erneute Gesundheitsprüfung. So bleibt Dein Schutz flexibel, wenn sich Deine Lebenssituation ändert. Ob und in welchem Umfang sie gilt, steht in den jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Je früher, desto günstiger: Die Prämie richtet sich stark nach Alter und Gesundheit, und beides spricht für einen frühen Abschluss. Wirklich sinnvoll wird der Schutz, sobald andere finanziell von Dir abhängen – etwa bei Familiengründung, einem gemeinsamen Kredit oder einem Immobilienkauf. Mehr dazu, wann sich der Abschluss lohnt, erfährst Du im passenden Ratgeber.

Ablebensversicherung online berechnen

Denk an die Dauer der Ausbildung Deiner Kinder, an die Laufzeit von Krediten oder Ähnliches.

Jahre

Üblicherweise wird empfohlen, das Drei- bis Fünffache Deines Jahresbruttoeinkommens abzusichern.

ab

pro Monat