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Unterschied Risikolebensversicherung Kapitallebensversicherung

Ablebensversicherung, Risikolebensversicherung oder Kapitallebensversicherung: Worin liegt der Unterschied?

Zunächst einmal ist wichtig: Risikolebensversicherung* und Ablebensversicherung** sind Synonyme im deutschen Sprachgebrauch und kennzeichnen ein- und dasselbe Produkt. Das Abschließen einer Risikolebensversicherung garantiert die finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen (bzw. Bezugsberechtigten) des Versicherten im Todes- / Versicherungsfall.

(*geläufig in Deutschland ** geläufig in Österreich)

Eine Kapitallebensversicherung dient in erster Linie dazu, Kapital anzusparen, doch die Polizze versichert auch den Todesfall: Stirbt die versicherte Person, wird eine bestimmte Versicherungssumme an den (oder die) Bezugsberechtigte(-n) ausgezahlt.

Unterscheiden kann man eine Ablebensversicherung und eine Kapitallebensversicherung unter anderem danach, wann eine Auszahlung der Leistung erfolgt. Konkret sieht so aus:

Art der PolizzeTodesfall tritt während der Laufzeit ein*Todesfall tritt während der Laufzeit nicht ein**
Ablebensversicherung bzw.  RisikolebensversicherungAuszahlung der VersicherungssummeKeine Auszahlung
Kapitallebensversicherung bzw. kapitalbildende LebensversicherungAuszahlung der VersicherungssummeAuszahlung der Erlebensfallsumme (+ erwirtschafteter Gewinn)

(* = die versicherte Person verstirbt während der Vertragslaufzeit)
(** = die versicherte erlebt das Ende der Vertragslaufzeit)

Da eine Ablebensversicherung nur ausbezahlt wird, wenn die versicherte Person während der Vertragslaufzeit verstirbt, fallen die monatlichen Beiträge geringer aus als bei der Kapitallebensversicherung, da bei dieser Polizze eine Erlebensfallsumme ausbezahlt wird, auch wenn der Todesfall während der Laufzeit des Vertrags nicht eintritt, was bedeutet, dass die versicherte Person das Ende der Vertragslaufzeit erlebt.

Außerdem erfährst Du in diesem Ratgeber, …

  • mehr über die Unterschiede zwischen beiden Versicherungsarten.
  • was es mit der Erlebensfallsumme auf sich hat.
  • warum die Kapitallebensversicherung auch kapitalbildende Lebensversicherung genannt wird.
  • und warum eine Kapitallebensversicherung zur Altersvorsorge – im Vergleich zu früher – an Attraktivität verloren hat.

Gut zu wissen: Bei Livv.at kannst Du eine Ablebensversicherung bereits ab 3 Euro im Monat abschließen mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro.

Ablebensversicherung versus Kapitallebensversicherung: Kosten- & Beitragsunterschiede

Die Ab- bzw. Risikolebensversicherung sowie die Kapitallebensversicherung stellen zwei Arten von Lebensversicherungen dar: Die Ablebensversicherung versichert ausschließlich das Risiko des (vorzeitigen) Todes während der Vertragslaufzeit. Daher zahlt eine Risikolebensversicherung ausschließlich, falls  der Todesfall (= Leistungsfall) während der Versicherungsdauer eintritt.

Frau trauert an Grab
Die Risikolebensversicherung zahlt erst im Todesfall.

Eine Kapitallebensversicherung versichert zwar auch das plötzliche Ableben der versicherten Person, kombiniert diesen Versicherungsschutz aber mit einem Sparvertrag. So wird bei dieser Polizze ein Teil der monatlichen Beiträge angespart. Wenn der oder die Versicherte das Vertragsende “erlebt”, berechnet sich aus dem angesparten Geld die sogenannte Erlebensfallsumme, die dann ausgezahlt wird.

Gut zu wissen: Aufgrund des Sparmodells der Kapitallebensversicherung wurde diese Polizze früher dazu verwendet, um für das Alter vorzusorgen. Heute raten Experten eher davon ab, da Rendite und Beitragsgarantie stark zurückgegangen sind. Darauf gehen wir später nochmal genauer ein.

Erlebensfallsumme & Garantiezins bei der Kapitallebensversicherung

Eine Kapitallebensversicherung zahlt also auch, wenn die versicherte Person das Ende der Laufzeit erlebt. Die gezahlten Beiträge werden während der Vertragslaufzeit von der Versicherung angespart und mit einem garantierten Zinssatz, dem Garantiezins, verzinst.

Wenn die Versicherungsgesellschaft das angesparte Geld erfolgreich anlegt und damit einen höheren Zinssatz erwirtschaftet als im Garantiezins festgeschrieben ist, erhält die versicherte Person einen Teil von diesem Gewinn: die sogenannte Überschussbeteiligung. Deshalb nennt man diese Polizze auch kapitalbildende Lebensversicherung.

Da bei der Risikolebensversicherung die Beiträge nur im Leistungsfall ausbezahlt werden, hat diese Variante den Vorteil, dass die monatlichen Beiträge im Vergleich deutlich geringer ausfallen.

Kosten bei der Ablebensversicherung

Kosten für ausgewählte Versicherungssummen* (Vertragslaufzeit: 25 Jahre)Ablebensversicherung bzw.  Risikolebensversicherung
100.000 Euroab 5,81 Euro im Monat
200.000 Euroab 10,32 Euro im Monat
300.000 Euroab 14,82 Euro im Monat
400.000 Euroab 19,31 Euro im Monat

*Hinweis zur Tabelle: Bei diesen Rechenbeispielen ist die versicherte Person 30 Jahre alt (*1991) und hat keine Krankheiten mit erhöhtem Sterberisiko. Größe und Gewicht liegen im (nationalen) Durchschnitt. Beruf: (ohne Gefahrenzuschlag) = Büroangestellte/r. Laufzeit des Vertrages: 25 Jahre. Mehr zu den Kosten einer Risikolebensversicherung erfährst Du hier.

Kosten bei der Kapitallebensversicherung

Wie bei der Ablebensversicherung bemisst sich die Versicherungssumme auch bei der kapitalbildenden Lebensversicherung an der Höhe der monatlichen Beiträge, die der Versicherungsnehmer zu zahlen bereit ist – sowie an der Vertragslaufzeit und einigen anderen Faktoren wie Alter, Beruf, Gesundheit usw.

Mann baut Würfel aus einzelnen Bausteinen.
Die Höhe der Versicherungssumme hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Da die Risikolebensversicherung die vereinbarte Versicherungssumme nur im Todesfall ausbezahlt, sind die monatlichen Beiträge für die gleichen Summen deutlich günstiger.

Außerdem sind die Aussichten auf eine lohnenswerte Rendite bei der Kapitallebensversicherung längst nicht mehr so gut, wie sie vor 10 oder 20 Jahren waren. Das liegt mitunter daran, dass der Garantiezins von Kapitallebensversicherungen seit Jahren sinkt und aktuell bei weniger als 1% liegt.

Garantiezinssätze für Kapitalversicherungen

JahrZinssatz
1994 – 20004,00 %
2000 – 20033,25 %
2004 – 20062,75 %
2007 – 20112,25 %
2011 – 20122,00 %
2012 – 20141,75 %
2014 – 20161,50 %
2016 – 20171,00 %
seit 1. Jänner 20170,5 %

Das österreichische Testmagazin Konsument hat schon vor Jahren durchgerechnet, wie viel des eingezahlten Geldes bei einer Kapitallebensversicherung letzten Endes hängen bleibt und kam zu dem Schluss, dass diese Variante im “Endeffekt wenig abwirft”.

Erläuterungen, wann die Versicherungen sinnvoll sind

Auslaufmodell Kapitallebensversicherung? Höhere Beiträge, niedrigere Zinsen, geschmälerte Rendite…

Es sind gar nicht unbedingt die höheren Beiträge, die die Kapitallebensversicherung im Vergleich zur Ablebensversicherung weniger attraktiv erscheinen lassen. Dass die monatlichen Beiträge bei der kapitalbildenden Lebensversicherung höher sind, ist nur logisch, weil sie anders als die Risikolebensversicherung auch leistet, wenn die versicherte Person das Vertragsende erlebt.

Auch der seit Jahren fallende Garantiezins schmälert, zusätzlich zur Inflation, die Rendite bei der Kapitallebensversicherung – besonders im Vergleich zu früher, als es noch höherer Zinsen gab. Der Bund der Versicherten in Deutschland bezeichnete diese Form der Altersvorsorge im Jahr 2020 als “legalen Betrug”. Das mag etwas überspitzt formuliert sein, bringt aber zum Ausdruck, wie negativ sich die niedrigen Zinsen auf die Rendite der Kapitallebensversicherung auswirken.

Gut zu wissen: Ein niedriger Garantiezins verringert die Rendite bei der Kapitallebensversicherung nur mittelbar, da diese letzten Endes auch von der Überschussbeteiligung abhängt. Allerdings gibt es auch keine Garantie, dass der Versicherer mit dem vom Beitragszahler angelegten Geld (hohe) Gewinne erzielt. Demnach variieren die Überschussbeteiligungen von Gesellschaft zu Gesellschaft. Sind die Überschüsse allerdings hoch, wirkt sich das positiv auf die Rendite aus.

In den 90er Jahren bekam man in Österreich einen Garantiezins von (teilweise mehr als) 4,0%. Heute liegt der Satz bei 0,5 %. So waren Kapitallebensversicherungen früher noch eine attraktivere Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen.

Risikolebensversicherung & Kapitallebensversicherung basieren auf dem Solidarprinzip

Beide Polizzen (wie andere Versicherungen auch) basieren auf dem Solidarprinzip. Das heißt: Alle versicherten Personen zahlen in einen gemeinsamen Topf, aus dem sie eine bestimmte Summe (oder auch Rente) erhalten, falls der Leistungsfall eintritt. Dieser tritt bei der kapitalbildenden Lebensversicherung in jedem Fall ein, da diese Polizze eine Erlebenssumme vorsieht, wenn Du das Vertragsende erlebst.

Mann hält Sparschwein mit beiden Händen
Bei beiden Versicherungen gilt das Solidarprinzip.

Zur Erinnerung: Bei der Ablebensversicherung tritt der Leistungsfall nur ein, wenn die versicherte Person während der Vertragslaufzeit verstirbt. Wenn Du das Vertragsende erlebst, ist also keine Auszahlung fällig. Der Vertrag endet und Du erhältst – erfreulicherweise – keine Leistung.

Der große Vorteil dabei ist: Da statistisch gesehen nur ein kleiner Teil der versicherten Personen, die eine Ablebensversicherung abschließen, vor Vertragsende verstirbt, kann im Todesfall eine relativ hohe Summe – bei Livv.at bis zu 500.000 Euro bzw. 600.000! – ausbezahlt werden. Und das bei vergleichsweise sehr geringen monatlichen Beiträgen!

Wie viel genau Dich eine Ablebensversicherung kostet, erfährst Du hier, oder…

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